Die Werkstaetten

 

Die Werkstaetten – Nachsorge für Schulabsolventen!

 

Ein großes Problem ist der Übergang unserer Schulabsolventen ins Berufsleben.

 
Das Hochland bietet außer Arbeit in der Landwirtschaft oder als Träger wenig berufliche Möglichkeiten. Viele unserer Schüler meinen jedoch, wenn sie Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt haben, dass sie in der Lage wären, in Kathmandu das große Geld zu verdienen. Oft enden sie jedoch als Arbeitslose im Slum der Großstadt.

Angesichts dieser Situation entstand der Wunsch, den Schülern in ihrer Heimat eine berufliche Alternative zu ermöglichen. Wir entschieden uns zunächst bei den Mädchen für die Ausbildung zur Schneiderin, bei den Buben zum Schreiner und richteten entsprechende Werkstätten mit Ausbildern ein. Dieses Angebot hat sich
inzwischen noch um eine Gärtnerei erweitert. Nachdem eine mehrjährige Lehre für Handwerksberufe in Nepal nicht üblich ist und obendrein das Schreiner- und Schneiderhandwerk niederen Kasten vorbehalten ist, löste unser Angebot bei den Schülern zunächst alles andere als Begeisterungsstürme aus. Inzwischen ist das Interesse erheblich gestiegen. Neben den Ausbidungsmöglichkeiten für die Jugendlichen bieten die Werkstätten weitere große Vorteile für die Schule. In der Schreinerei werden dringend gebrauchte Möbel für Klassenzimmer und Internat angefertigt. In der Schneiderei werden Teile der vorgeschriebenen Schuluniform genäht. Mit den neu gebauten Gewächshäusern auf dem Schulgrundstück wird die Versorgung mit vitaminreicher und abwechslungsreicher Kost das ganze Jahr über verbessert. Dies alles hilft uns Kosten einzusparen. Für die Zukunft ist geplant, dass die erfolgreichsten Absolventen dieser möglichen Berufsausbildungen am Ende als Starthilfe für eine eigene Existenz entweder eine Nähmaschine oder eine Schreinergrundausstattung geschenkt bekommen.