Energieversorgung

Energieversorgung – eigene Infrastruktur ist notwendig

 

Große Gebiete Nepals verfügen noch über keinerlei Stromversorgung

Dort wo sie besteht, z.B. in den größeren Dörfern und Städten, funktioniert sie nur stundenweise. Aus diesem Grunde entschlossen wir uns nach wenigen Jahren ohne Strom zu einer eigenen Stromversorgung. Herr Bernd Zäh, ein Wasserbauingenieur und Mitglied unseres Organisationsteams, fertigte nach einer Prüfung der Verhältnisse vor Ort die entsprechenden Pläne und machte eine Ausschreibung. Eine nepalische Baufirma führte die Arbeiten aus, so dass wir im Jahre 2003 unser eigenes Kraftwerk mit einer durchschnittlichen Leistung von 3 kW einweihen konnten. Diese Leistung reichte aus, um unsere Schule sowie die Internate und Nebengebäude beleuchten zu können.

Das Kochen auf Holzfeuer für 260 Schüler plus Mitarbeiter verursacht neben den Kosten eine zunehmende Abholzung der Wälder mit allen negativen Folgen wie z.B. Erosion und Erdrutsche. Um mit Elektrizität kochen zu können, bedarf es jedoch größerer Strommengen, die unser kleines Kraftwerk nicht liefern konnte. Aus diesem Grunde bauten wir ein stärkeres Kraftwerk mit 10 KW Leistung. Das Kindermissionswerk der Kath. Kirche in Aachen hat dankenswerterweise den überwiegenden Teil der Finanzierung übernommen. Die überschüssige Energie wird zur Gewinnung von Warmwasser verwendet.

Auch Sonnenenergie wird bereits genutzt. Auf dem Dach des Duschhauses sorgen Solarpaneelen für warmes Wasser. Das Kochen mit Sonnenkollektorschirmen hat sich nicht bewährt.