Geschichte

 

Geschichte Sherpa Schule Bamti

 

Geschichte und Entwicklung in Zahlen

 

Ein zeitlicher Überblick

2010

war ein Jahr der „Beständigkeit“. 230 Schüler/innen besuchten unsere Schule. Auch der Ausbau der Werkstätten stand im Mittelpunkt. Mittlerweile besuchen alle Schüler der oberen Klassen einen Kurs in der Näherei oder Schreinerei. Damit erwerben sie sich grundlegende, handwerkliche Erfahrungen, die sie später sicher einmal brauchen können.

Ein besonderes Problem war die Trinkwasserversorgung. Unsere Leitungen werden immer wieder angezapft. Außerdem wird es auch durch die Tierhaltung verkeimt.
2011

In diesem Jahr stand die Pflege und der Erhalt der bestehenden Gebäude im Mittelpunkt . Wir bemühten uns immer wieder zu vermitteln, dass die angemessene Pflege genauso wichtig ist, wie Erweiterung oder Neubau. Dies betrifft auch den Umgang mit unseren Schul- und Spielmaterialien.

Der Bau der Treibhäuser lässt uns hoffen, dass wir das ganze Jahr über vitaminreiche Kost für die Kinder und Mitarbeiter haben werden. Außerdem ist damit ein weiteres praktisches Angebot für die Schüler und Schülerinnen der 4.und 5. Klasse gegeben.

Swarsoti, ein Waisenkind, das bei uns im Projekt aufgewachsen ist, bekommt ein Stipendium für eine Krankenschwesternausbildung. Mit ihr wird vereinbart, dass sie nach Abschluss ihrer Ausbildung, an unserer Ersten Hilfe Station arbeiten wird.

 

2012

Das Kindermissionswerk Aachen unterstützte uns mit 18.600 € beim Bau des neuen Wasserkraftwerks. Dadurch sind wir jetzt in der Lage mit Strom zu kochen. Vor allem die riesigen Mengen Reis (20 bis 40 kg am Tag), werden jetzt in elektrischen Reiskochern gekocht. Dies vermindert die Abholzung des Waldes spürbar und damit auch die Gefahr von Erdrutschen.

Einer unserer Schulabgänger bekam ein Stipendium für eine Ausbildung zum Elektriker. Er wird nach dieser Ausbildung bei uns an der Schule arbeiten. Damit haben wir dann gleich eine „Fachkraft“ vor Ort.

 

2013

Das neue Wasserkraftwerk wurde eingeweiht und bringt bis zu 10 kw Leistung.
Durch den heftigen Monsun gab es in diesem Jahr viele Erdrutsche. Auch in unserer Gegend waren viele Familien betroffen. Wir halfen ihnen mit 5.000 €.

 

2014

Wir haben 4 Klassenzimmer an unsere Schule angebaut. Sie wird jetzt Jahr um Jahr erweitert bis zur 10 Klasse. Damit wird im Schuljahr 2017 / 2018 Jahren der zweite nepalische Schulabschluss an unserer Sherpa Schule möglich sein.

Ein drittes Treibhaus wurde gebaut, um die gesunde Ernährung der anwachsenden Schülerzahl zu gewährleisten. Außerdem entstand ein großes Hühnerhaus. Hierfür gab wieder das Kindermissionswerk die notwendigen Gelder. Durch diese Errungenschaft ist jetzt auch eine eiweißreiche Ernährung unserer Schüler/innen und Mitarbeiter möglich.

 

2015

Die „Rotarier Memmingen – Allgäuer Tor“ haben es ermöglicht, das Trinkwasserproblem grundlegend anzugehen. Eine unterirdische Quellfassung und die neuen Leitungen bis zum Projekt wurden schon im April fertiggestellt. Die neue Trinkwasseranlage soll noch durch eine Warmwasseraufbereitung mit Solarenergie erweitert werden.

Doch dann kam das Erdbeben: Das zweite, schwere Beben am 12. Mai 2015 setzte unserem Projekt schwer zu: 4 Gebäude wurden so stark zerstört, dass sie abgetragen und neu aufgebaut werden müssen. Dazu gehören die Schule, das Bubeninternat, die Versorgungsgebäude und das Haus unseres Schulleiters.

Alle anderen Gebäude müssen renoviert werden. Die Schule wurde erst einmal geschlossen, weil es zu gefährlich wäre, die Räume zu nutzen. Am 8. August wurde der Unterricht provisorisch in Zelten wieder aufgenommen. Währen der Regenzeit sollen die zerstörten Häuser abgebaut werden. Im der Trockenzeit kann dann mit dem Neuaufbau begonnen werden.